"Psychotherapie"meint die Arbeit an den eigenen Beziehungsmustern: Es geht um die Beziehung, die man zu sich selbst hat ebenso wie zu Anderen, zu aktuellen Lebensbereichen wie z.B. der eigenen Arbeit und psychosozialen Umgebung oder vergangenen Lebensbereichen wie der eigenen Biografie. Anlass zum Aufsuchen einer Psychotherapie sind i.d.R. Symptome wie Ängste, depressive Verstimmungen, Schlafstörungen, organisch nicht erklärbare körperliche Beschwerden u.v.a.m. Solche Symptome und Symptomgruppen werden im WHO-Bereich via Internationaler Klassifkation der Krankheiten (ICD) in ihrer inzwischen 10. Revision, der ICD-10, zu "Diagnosen" zusammengefasst. Um Diagnosen im engeren Sinne handelt es sich bei diesen ICD-Codes allerdings nicht, denn sie verbleiben im Gegensatz zu einer Diagnose im engeren Sinne überwiegend auf der oberflächlichen, der Beobachtung und dem Erleben leicht zugänglichen Ebene der Symptome. Symptome verweisen darauf, dass auf einer tieferen Ebene die Beziehung zu sich selbst wie zur Welt dysfunktional geworden ist und nicht mehr so reguliert werden kann, dass ein einigermaßen stimmiges Erleben resultiert.

Eine Psychotherapie kann in vielen dieser Situationen hilfreich sein, in manchen ist sie notwendig. Immer wieder ist sie auch das einzige Mittel, um aus einer Sackgasse herauszukommen. Von der äußeren Form her kann man folgende Unterscheidungen treffen:

  • Psychotherapie (Konflikte eher unbewusst), im Einzelsetting und für Paare
  • Beratung (Konflikte eher bewusst), z.B. bei Lebenskrisen
  • psychotherapeutische Begleitung, z.B. bei lebenslimitierenden Erkrankungen
  • Psychopharmakologie: Überprüfung der Indikation und b.B. psychotherapeutische Hilfe bei Reduktion und Absetzen von Psychopharmaka

Unter einer "Beratung" versteht man einen Gesprächskontakt, der nur über wenige Sitzungen und/ oder aber in größeren Abständen stattfindet. Unter einer "Behandlung" hingegen versteht man einen Gesprächskontakt, der regelmäßig stattfindet sowie mittel- bis langfristig angelegt ist. Die Frequenz der Sitzungen liegt zwischen einer bis u.U. drei Stunden wöchentlich. Welches Setting man wählt, also die Frage nach der Sitzungsfrequenz sowie der kurz-, mittel-, oder langfristigen Konzeption, hängt nicht nur von den Anforderungen der individuellen Problematik ab, sondern auch von den zeitlichen Möglichkeiten, die jemand hat. Wobei ein einmal gewähltes Setting nicht unverrückbar ist: Je nach den sich einstellenden Erfahrungen und Entwicklungen kann und muss es angepasst werden.

  • Psychosomatik: Längst haben wir in der Medizin lernen müssen, dass Erkrankungen, v.a. chronische Erkrankungen, häufig multisystemische und multikausale Störungen sind. Die psychischen/psychosomatischen Erkrankungen sind hiervon nicht ausgenommen. Neben biografisch bedingten, bewussten wie unbewussten Konflikten spielen biologisch-physiologische, Lebensstil- und Umweltfaktoren eine nicht zu unterschätzende Rolle bei der Ausprägung auch dieser Erkrankungen, deren Ausweitung, Aufrechterhaltung und Chronifizierung. Erst die Erhellung derartiger Zusammenhänge  macht aus einer schlichten Symptomsammlung ohne wesentlichen Erkenntniswert eine Diagnose, mit der man etwas anfangen, nämlich ein ganzheitliches therapeutisches Konzept entwerfen kann. Hier arbeite ich bei Bedarf mit in diesen Bereichen kompetenten Fachleuten zusammen. (siehe "Links")

Dr. med.
Anna Elisabeth Landis

Fachärztin für Psychiatrie + Psychotherapie,
Fachärztin für Psychosomatik + Psychotherapie,
Psychoanalyse, Ärztliches Qualitätsmanagement

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